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Neues Diskussionspapier: How do warnings affect retail demand for Bitcoin? Evidence from an international survey experiment

Neues Diskussionspapier: How do warnings affect retail demand for Bitcoin? Evidence from an international survey experiment

In den vergangenen Jahren war Bitcoin zunehmend mit extremen Nachfrageschwankungen und daraus folgenden Kurs- bzw. Wertveränderungen verbunden. Mit steigendem Marktvolumen führt das zu Risiken für den übrigen Finanzmarkt. Offizielle Warnungen sollen die Bitcoin-Nachfrage von Privatanlegern beeinflussen und so extreme Marktereignisse verhindern. Sie verursachen zugleich weniger Kosten als strengere Regulierungsmaßnahmen. Um die tatsächliche Nachfragewirkung solcher Warnungen zu messen, haben Axel Ebers und Stephan Thomsen ein randomisiertes Informationsexperiment (RCT) in den vier größten Volkswirtschaften Europas durchgeführt.

Dazu haben Sie den Teilnehmenden zufällig eine von drei unterschiedlich ausgestalteten Warnungen oder eine positive Information über den Bitcoin gezeigt, während eine Kontrollgruppe keine zusätzlichen Informationen erhielt. Die Ergebnisse zeigen, dass Privatanleger ihre Nachfrage am stärksten reduzieren, wenn die Warnung die Datenschutzprobleme des Bitcoins herausstellt. Gleichermaßen erhöhen sie ihre Nachfrage, wenn sie über die gestiegene Akzeptanz des Bitcoins im Zuge der Covid-19 Pandemie informiert sind. Warnungen vor den klimaschädlichen Folgen des Bitcoin-Mining oder fehlenden Sicherheiten und Garantien erreichen nur bestimmte Untergruppen der Bevölkerung. Regulierer sollten spezifische Kommunikationskanäle und Informationen verwenden, um zielgerichtet die relevanten Anleger anzusprechen.

Die Studie „How do warnings affect retail demand for Bitcoin? Evidence from an international survey experiment” ist in den Hannover Economic Papers als No. 683 erschienen. Zum Download.